Naturteiche und Naturschwimmbäder

Die ersten Frühlingstage brachten warme Temperaturen nach Zürich. Wer jedoch nach sportlichen Aktivitäten in der Sonne zum Abkühlen in den Zürichsee springen wollte, wurde schnell von den noch frostigen Wassertemperaturen davon abgehalten. Anders sieht es für Gartenbesitzer aus. Ein Naturschwimmbad im eigenen Garten ist die ökologische Alternative zu chlorgetränkten Swimmingpools. Verabschieden auch Sie sich von Chlor und begrüssen Sie die Schönheit, indem Sie Pflanzen zur Filtration und Sauerstoffanreicherung von natürlichen Schwimmbädern einsetzen.

Die Ursprünge der natürlichen Schwimmbäder

Inspiriert von der Schönheit und Freude am Schwimmen in Bergseen hat ein österreichisches Forscherteam bereits in den 80er Jahren eine Bewegung ins Leben gerufen, bei der chlorhaltige Schwimmbäder durch natürliche Schwimmbäder ersetzt wurden.

Die Idee, in einem natürlichen Schwimmbad zu schwimmen, das die Natur einlädt, anstatt sie mit Chemikalien auszuschliessen, gewann schnell an Popularität und verbreitete sich zunächst in Deutschland und dann in ganz Europa. Heute werden Naturpools auch in Nordamerika immer häufiger.

Liebevolles Naturschwimmbad integriert sich in den Garten

Warum ein Naturschwimmbad statt ein Chlorbecken?

Das Schwimmen in einem chlorierten Pool ist erfrischend und angenehm an einem heissen Tag. Aber es nichts im Vergleich zum Schwimmen in einem natürlichen Gewässer. Ein Bad in einem Naturteich hinterlässt keine juckenden roten Augen, keine trockene Haut oder die Notwendigkeit einer Dusche, wie es nach dem Schwimmen in chloriertem Wasser üblich ist.

Zusätzlich zur Ästhetik haben natürliche Pools viele weitere Vorteile:

  • ausgezeichnete Wasserqualität
  • chemiefreie Wasseraufbereitung
  • Lebensraum für Tiere und Pflanzen
  • geringere Betriebskosten als herkömmliche Pools

Wie funktionieren natürliche Schwimmbäder?

In Anlehnung an die Biodiversität und die Funktion der natürlichen Umwelt verfügen Naturbadeteiche über getrennte Zonen zum Schwimmen und zur Wasseraufbereitung. Die Ausführungen können variieren, ebenso wie die empfohlenen Grössen und Verhältnisse. Der Experte für Naturpools, Schwimm- und Gartenteiche, Balena https://www.balena-gmbh.de/de/home.html, empfiehlt eine Mindestbeckengrösse zwischen 30 und 50 Quadratmetern. Diese Grösse macht es einfacher, das biologische Gleichgewicht herzustellen und zu halten. Wir haben auch deutlich kleinere Becken gesehen, die recht gut funktionieren.

Je nach Ausführung machen die Schwimmzonen typischerweise 50 bis 70 % der gesamten Wasseroberfläche aus. Der Rest ist der Filtration gewidmet. Das Wasser wird dazu in flache Areale mit reichlich Pflanzen gepumpt, die als natürliche Filter wirken und das Wasser rein und klar halten.

Damit die Pflanzen gedeihen, sollte der pH-Wert im Naturpool zwischen 5,5 und 7 gehalten werden. Wenn der Pool gut konzipiert und gelegen ist, sollte er weniger Wartung benötigen als ein herkömmlicher Pool.

  • Oberfläche: Je grösser (und tiefer) ein Becken ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zum Paradies für Algen wird. Für einen gesunden Pool mit wenig Aufwand zur Wartung wird eine Gesamtfläche von mindestens 30 bis 50 Quadratmetern empfohlen.
  • Tiefe: Ein tieferer Pool bedeutet eine kühlere Wassertemperatur. Im Frühjahr wird man daher noch einige Tage warten müssen, aber dafür wird man im Hochsommer mit einem erfrischenden Bad belohnt. Im Bereich zwischen einem und zwei Metern schützen lebende Organismen den Naturpool im Winter.
  • Anteile von Schatten und Sonne: Die Sonne fördert das Algenwachstum und die Fotosynthese. Je weniger Sonne auf den Naturpool fällt, desto besser. Sonnige Bereiche können mit schwimmenden Blättern natürlich beschattet werden, die das Algenwachstum verlangsamen und das Wasserleben schützen.

Natürliche Pools bedeuten weniger Mücken, nicht mehr

Bewegtes Wasser und die natürlichen Feinde der Mückenlarven machen natürliche Schwimmbäder praktisch mückenfrei.

Ein natürlicher Schwimmteich in Ihrem Garten kann tatsächlich helfen, um die Zahl stechender Insekten zu reduzieren.

Schwimmen Sie inmitten der Natur

Pflanzen, Insekten, Amphibien und andere Lebewesen sind Teil des Ökosystems eines natürlichen Schwimmteichs. Sie halten Ihren Pool sauber und klar.

Manche Menschen sind bei diesen Gedanken eher zurückhaltend. Sie müssen jedoch bedenken, dass diese kleinen Kreaturen kein Interesse an Ihnen haben und wahrscheinlich schnellere Schwimmer, als Sie sind. Entspannen Sie sich und geniessen Sie das Naturbecken.

Insekten, Schnecken und Amphibien ernähren sich voneinander, sorgen für gesundes Wasser und den Charme eines natürlichen Teiches im Garten.

Daphnien sind mikroskopisch kleine Lebewesen und in den meisten Seen und Teichen verbreitet. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Zyklen von Nitraten, Phosphaten und Phytoplankton. Sie sind Räuber von Bakterien und stellen eine wichtige Nahrungsquelle für andere aquatische Lebewesen dar.

Pflanzen: Drei Arten von Pflanzen regulieren den natürlichen Kreislauf von Schwimmteichen:

  1. Schwimmpflanzen: Seerosen und andere im Boden verwurzelte Schwimmpflanzen spenden Schatten und schützen Mikroorganismen vor UV-Strahlen.
  2. Sauerstoffpflanzen: Durch die Aufnahme von Nitraten und Phosphaten tragen Pflanzen zum ökologischen Gleichgewicht des Beckens bei und spielen eine wichtige Rolle bei der Verlangsamung des Algenwachstums.
  3. Biologische Filter: Während das Wasser durch die faserige Wurzelstruktur der Pflanzen fliesst, wirken auf das Wurzelsystem konzentrierte Mikroorganismen wie ein natürlicher Filter. Dabei werden Verunreinigungen und überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser entfernt.

Soll man Fische in ein Naturschwimmbad setzen?

Das Einsetzen von Fischen in den Naturpool kann eine sehr verlockende Idee sein, das dem Ökosystem eine völlig neue Dimension verleiht, ebenso wie Ihrem Badeerlebnis. Denken Sie jedoch daran, dass auch Fische Exkremente produzieren. Im Schwimmteich kann hierdurch das Wachstum der Algen gefördert werden.

Beim Einsetzen von Fischen in den Naturteich ist zusätzliche Pflege für Ihren Teich erforderlich.

Wie pflegt man einen Naturpool?

Die Pflege eines Naturbeckens fällt in eine ganz andere Kategorie als die eines Chlorbeckens. Die Pflege einer natürlichen Umgebung macht die Teichpflege eher zur Gartenarbeit. Unterschiedliche Teiche erfordern unterschiedliche Pflegestufen. Vor allem die Vorbereitung auf den Winter ist entscheidend, um auch im nächsten Frühjahr und Sommer den Naturteich geniessen zu können. Gehen Sie gegen Ende der Saison wie folgt vor, solange die Blätter noch auf den Bäumen sind:

  • Rückschnitt der Pflanzen
  • Entfernung organischer Stoffe von der Wasseroberfläche mit einem Skimmernetz
  • Abdecken der Teichoberfläche mit einem Netz, um die Ansammlung von Laub und Schmutz zu verhindern
  • Filteranlagen und Pumpen demontieren und entleeren

Kostenvergleich – Naturschwimmbäder und Chlorschwimmbäder

Manche Leute werden Ihnen sagen, ein Naturschwimmbad kostet mehr, andere werden hingegen sagen, es kostet weniger. Design und Komplexität sind die grössten Faktoren bei der Bestimmung der Kosten eines natürlichen Pools, der von Profis gebaut wird.

Ein grosser Vorteil von Naturpools gegenüber chlorierten Pools ist, dass keine weitere Landschaftsgestaltung erforderlich ist, wie es bei einem herkömmlichen Unterflurbecken der Fall wäre. Dieser Faktor ist bei den Gesamtkosten zu betrachten und macht Naturpools wettbewerbsfähiger im Vergleich zu herkömmlichen Swimmingpools.

Naturschwimmbad selbst bauen

Wer viel Zeit hat und handwerklich begabt ist, kann auf YouTube nach Videos zum Thema Naturschwimmbäder selbst erstellen fündig werden. Die Kosten sind beim selbst gebauten Naturschwimmbad natürlich günstiger. Allerdings darf man den Aufwand und die Zeit für die eigene Arbeitskraft nicht unterschätzen.

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