Leistungsumfang und Absicherungsmöglichkeiten in der Wohngebäudeversicherung

Wer eine eigene Immobilie hat oder Mitglied einer Eigentümergemeinschaft ist, der sollte sich frühzeitig über die Vorteile der unterschiedlichen Versicherungen für das Wohngebäude informieren. Generell ist die Versicherung eine Pflichtversicherung in Deutschland, dies bedeutet, dass jede Immobilie mit einem Mindestversicherungsschutz abgesichert sein muss. Darüber hinaus werden umfangreiche Zusatzangebote von den Assekurranzen angeboten. Diese müssen nicht auf jede Art der Immobilie passen und können dann zeitweise wieder mit eingeschlossen werden.

Vertragslaufzeit und Übernahme der Vordersicherung

Die Vertragslaufzeit für eine solche Versicherung beträgt bei neuen Verträgen fast einheitlich immer ein Jahr. Der Vertrag verlängert sich dann immer wieder um ein Jahr insofern er nicht vorher mit einer Frist von drei Monaten zum Ende der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Ein außerordentliches Kündigungsrecht besteht vor allem bei einer Beitragsanpassung. Die Vertragslaufzeit von fünf Jahren ist heute nicht mehr üblich, allerdings noch oft in älteren Bedingungen festgeschrieben. Wer also noch einen alten Vertrag hat, ist gut beraten, diesen zu prüfen, die Bedingungen mit einem aktuellen Vertrag zu vergleichen und entsprechend nach den eigenen Erfordernissen anzupassen. Bei einem Wechsel des Eigentümers geht die alte Wohngebäudeversicherung mit allen Bedingungen und Laufzeiten zunächst auf den neuen Eigentümer über. Mit einer Frist von einem Monat ab Übertragung im Grundbuch kann die alten Wohngebäudeversicherung aufgekündigt werden. Danach hat der alte Vertrag bestand.

Früher sprach man bei diesen Verträgen von der Feuerversicherung. Dies ist der Schutz alleine gegen Brand bei Haus und Hof. Diese Versicherung gilt auch heute noch als der Mindeststandard bei den Absicherungen für Privat- und Gewerbeimmobilien. Darüber hinaus bieten die Versicherer noch eine Reihe von Zusatzversicherungen an. Besonders interessant sind hier die Absicherungen gegen Schäden durch Leitungswasser oder auch durch Sturm. Diese müssen nicht zwangsläufig beim gleichen Versicherer unter Vertrag genommen werden. Es ist durchaus denkbar bei unterschiedlichen Anbietern die Absicherungen zu unterhalten. Wichtig ist hier vor allem der Vergleich der Leistungen und des daraus resultierenden Beitrages der Wohngebäudeversicherung im Verhältnis zur Schadensklasse.

Hausrat von Wohngebäude unterscheiden

Ein durchaus beachtlicher Aspekt das Eingrenzen des Leistungsumfanges der Wohngebäudeversicherung. Sie leistet grundsätzlich für Schäden an der eigenen Immobilie durch die oben genannten Risiken. Es kommt also einmal darauf an, dass das Risiko abgesichert ist und zum anderen auch darauf an, dass der Schaden auch an der Immobilie auftritt. Ein Schaden an den Einrichtungsgegenständen ist hierbei nicht eingeschlossen. Für diese Schäden tritt die Hausratversicherung ein. Für Schäden an fremden Eigentum und fremden Einrichtungsgegenständen hingegen tritt die Haftpflichtversicherung ein. Daher müssen die drei Absicherungsarten auch alle im Kontext gesehen werden.

Elementarschäden mit Absichern

Die Naturgewalten waren schon immer ein Risiko was in vielen Teilen des Landes für Schäden sorgt. Die Versicherer haben sich diesem angenommen und diese Gewalten unter dem Oberbegriff Elementarschaden zusammengefasst. Nicht jedes Haus oder jede Wohnung kann hier abgesichert werden. Die Versicherer führen Erhebungen durch und bieten den Schutz in Risikogebieten nicht an. Daher ist es immer zu prüfen, ob man eine vorhandene Elementarversicherung aufkündigen sollte, vielleicht wird sie nie wieder für das Objekt angeboten. Zu den Naturgewalten gehören zum einen Überschwemmungen, Blitzschläge, Hagel und noch vieles mehr. Daher sollte jeder Besitzer für sein Haus den Elementarschutz aufnehmen um gegen diese Risiken einen Schutz zu haben.

Beitrag stabil halten oder auch zwischenzeitlich senken

Die meisten Absicherungsangebote beinhalten die ratierliche Zahlungsweise der Versicherung. Dafür verlangen die Versicherer allerdings einen Aufschlag auf den Beitrag der Versicherung. Deshalb ist es in aller Regel günstiger, eine derartige Absicherung in einem Betrag im Jahr zu zahlen. So spart man nicht selten fünf Prozent der Versicherungsprämie ein. Darüber hinaus sind Beitragsanpassungen aufgrund der Selbstbeteiligung gerne genommen. Hierbei wird der Beitrag gesenkt und im Schadensfall eine Selbstbeteiligung vom Versicherungsnehmer gefordert. Dies hält den Gesellschaften kleine Leistungsbeträge vom Hals und schafft zum anderen Freiraum bei den Zahlungen.

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