Holzbearbeitung mit der Kettensäge

Hin und wieder erhalten wir interessante und berechtige Fragen zum Thema Terrassenbau. Bei einer aktuellen Anfrage ging es um das benötigte Werkzeug zum Bau einer Terrasse und ob dafür eine Kettensäge notwendig sei. Dies nehmen wir zum Anlass, uns in diesem Blogbeitrag einmal näher mit dem Thema Kettensäge auseinanderzusetzen. Sicherheit spielt beim Umgang eine große Rolle. Lesen Sie daher unbedingt die Sicherheitshinweise zur Kettensäge, bevor Sie mit der Arbeit beginnen.

Baumfällen mit der Kettensäge

Wofür wird eine Kettensäge beim Terrassenbau genutzt?

Beim Bau einer Bankirai-Terrasse aus Holzpaneelen sind die Paneelen bereits auf Standardmasse zugeschnitten. Eine weitere Bearbeitung mit der Säge ist nur dann notwendig, wenn die Holzbretter in der Länge gekürzt werden müssen oder wenn Ausschnitte erforderlich sind. Diese Arbeiten können zwar auch mit einer Kettensäge durchgeführt werden, praktischer und präziser geht diese Arbeit jedoch mit einer einfachen hand- oder motorbetriebenen Stichsäge vonstatten. Allgemein kann gesagt werden, dass Kettensägen eher für die groben Arbeiten sind, nicht jedoch für filigranes Werken. Hier gibt es zwar Ausnahmen, aber mehr dazu später.

Vergleich heimische Hölzer versus tropische Hölzer
© www.deine-kettensaege.de

Vorbereitungen beim Terrassenbau

Wir die Terrasse ebenerdig im Garten oder Hof errichtet, so ist zunächst der Untergrund vorzubereiten. Was aber, wenn genau am geplanten Standort Sträucher und Bäume wachsen? Hier ist es notwendig, diese bis zum Boden hin zu entfernen. Das ideale Werkzeug hierfür ist die Kettensäge, denn mit dieser können auch große und dicke Bäume ohne viel körperliche Anstrengung gefällt werden.

Verladung und Transport gefällter Baumstämme

Die beste Jahreszeit zum Bäumefällen

Wer im Winter im Wald unterwegs ist, stellt dabei fest, dass gerade zu dieser Jahreszeit die Forstarbeiter mit dem Fällen der Bäume beschäftigt sind. Neben den rechtlichen Bestimmungen zum Tierschutz ist der Winter aus mehreren Gründen ideal für Baumfällarbeiten. So ist der Bewuchs im Winter gering und der Abtransport der gefällten Baumstämme auf dem gefrorenen Boden einfach und ohne Beschädigungen möglich. Vielmehr führen jedoch die Bäume in der Zeit von spätem Oktober bis in den Februar weniger Wasser. Dementsprechend sind die Bäume leichter und das Holz benötigt weniger Zeit, um vollständig zu trocknen und als Bau- oder Brennholz verwendet zu werden.

Beim Fällen die Richtung beachten

Bevor man sich mit der Kettensäge an die Arbeit macht, sind etliche Dinge zu beachten. In erster Linie ist die Fallrichtung des Baumes beim Fällen zu bestimmen. Schäden am eigenen Haus oder beim Nachbarn werden durch die richtige Planung vermieden. Die Richtung beim Holzfällen wird durch verschiedene Faktoren bestimmt:

1. Steht der Baum in Hanglage oder ebenerdig?
2. Bestehen in Fallrichtung starke Wurzelansätze?
3. Sind die Äste gleichmäßig ausgeprägt oder entgegen der Fallrichtung?
4. Sind Faulstellen am Baum vorhanden?
5. Ist der Baum gerade oder krumm gewachsen und besteht Übergewicht auf einer Seite?

Wenn diese Fragen beantwortet sind, gelten die nächsten Überlegungen der Sicherheit und der Vermeidung von Schäden.

1. Können tote Äste beim Fällen herunterfallen?
2. Ist die Fallbahn frei von anderen Bäumen, die mitgerissen werden können?
3. Ist der Baum oder seine Äste unter Spannung? Diese Spannung wird beim Fällen gelöst und kann den Baumstamm blitzartig aufspringen lassen.

Sind all diese Fragen beantwortet und die Sicherheitsmaßnahmen getroffen, so kann man sich mit der Kettensäge ans Werk machen. Der gefällte Baum kann an den Holzhandel verkauft oder, falls nicht besonders hochwertig oder zu klein, zu Brennholz verarbeitet werden.

Kunst mit der Kettensäge

Neben dem Einsatz zum Baumfällen existieren auch filigrane Arbeiten mit der Kettensäge. Diese Sägekunst ist weit verbreitet und erzeugt teilweise sehr detaillierte Arbeiten aus Baumstümpfen und Teilen des Stammes. Neben dem Showschnitzen werden diese Arbeiten nach Kundenauftrag ausgeführt und sind eine natürliche und zugleich künstlerische Bearbeitung der gefällten Bäume im eigenen Garten.

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