Bankirai Terrasse selber bauen und pflegen

Eine Bankirai Terrasse selber bauen ist auch für weniger erfahrene Handwerker und Heimwerker möglich. In diesem Beitrag möchten wir zeigen, worauf beim Bau einer Bankirai Terrasse zu achten ist, wie die Bankirai Terrassendielen richtig geölt und gepflegt werden und wie sich eine alte Bankirai Terrasse auffrischen lässt.

Bankirai Terrassendielen

 

Weshalb ist Bankirai Holz so beliebt für Terrassenböden?

Bankirai Holz ist als tropisches Hartholz vor allem wegen seiner Beständigkeit, Härte und natürlichen Färbung in hellem Gelb und der Maserung im Wechseldrehwuchs als Holz für den Terrassenbelag sehr beliebt. In der Schweiz zählt Bankirai Holz zu den beliebtesten Holzarten und kommt auf einen entsprechend hohen Marktanteil. Streng genommen ist jedoch Bankirai gar keine eigene Holzart. Dieser Begriff hat sich vielmehr im Handel und Handwerk als Sammelbegriff für asiatische Hölzer aus unterschiedlichen Gattungen etabliert. Meist ist es Holz der Baumart Shorea laevis / Yellow Balau, jedoch kommen auch Hölzer anderer asiatischer Baumarten unter dem Begriff Bankirai Holz in den Handel. Die Bäume erreichen in ihrer natürlichen Heimat in Süd- und Südost-Asien Wuchshöhen von bis zu 75 Metern und einen Durchmesser von bis zu 1,5 Metern.

Das Holz des Yellow Balau Baumes ist sehr witterungsbeständig und schwer. Die Festigkeit übersteigt dabei die der Eiche um bis zu 50 % und auch die Dichte ist um 20 – 40 % höher als bei Eichenholz. Mit seiner hohen Widerstandskraft gegen die Witterung erreicht das Holz bei regelmäßiger Pflege eine Lebensdauer von 15 bis 25 Jahren. Dies macht Bankirai Holz besonders beliebt für den Außenbereich und als Bodenbelag für Terrassenböden. Im Gegensatz zu heimischen Hölzern ist Bankirai Holz jedoch nur äusserst selten mit FSC-Zertifikat im Handel erhältlich.

 

Benötigte Materialien und Werkzeuge zum Bankirai Terrasse selber bauen

 

Für den Terrassenbelag aus Bankirai-Dielen wird kein Spezialwerkzeug benötigt. Jeder Heimwerker verfügt in der Regel bereits über die notwendigen Werkzeuge zum Terrassenbau. Diese sind:

  • Massstab – Präzises Arbeiten zahlt sich aus. Mit einem guten Massstab oder Messband werden die einzelnen Terrassendielen exakt vermessen und die Schnittkanten markiert.
  • Säge – Für kleinere Terrassen ist eine Stichsäge vollkommen ausreichend. Schneller gehen die Arbeiten voran, wenn man eine Tischkreissäge benutzt. Je nachdem, wie groß die Bankirai Terrasse wird und ob man noch weitere Arbeiten an Haus und Garten verrichten möchte, lohnt sich die Miete oder der Kauf einer Tischkreissäge.
  • Bohrmaschine – Um die Holzdielen auf der Unterkonstruktion zu befestigen, werden mit einer Bohrmaschine Löcher vorgebohrt. Dies vereinfacht das spätere Einsetzen der Holzschrauben wesentlich.

 

Wie hoch sind die Kosten einer Bankirai Terrasse?

Die Kosten für den Bau einer Bankirai Terrasse hängen von zwei Faktoren ab: den verwendeten Materialien und den Lohnkosten. Beim Eigenbau einer Terrasse aus Bankirai sind es also in erster Linie die Kosten für das Material. Neben den Holzdielen sind hierbei auch die Kosten für die Unterkonstruktion sowie das erstmalige Ölen der Terrassendielen zu berücksichtigen.

Für die Kosten einer Bankirai Terrasse im Eigenbau betrachtet man die Materialkosten pro Quadratmeter. Die Kosten für die Terrassendielen beginnen bei CHF 60 je Quadratmeter für besonders günstige Angebote dünner Holzdielen. Hinzu addieren sich die Kosten für die Unterkonstruktion sowie die Abstandshalter. Nach dem Verlegen sind die Bankirai Terrassendielen zu ölen, um sie vor der Witterung zu schützen. Die Kosten für das Holzöl beginnen bei CHF 50 für einen 3-Liter Kanister. Dieser reicht für eine Fläche von 25 m2.

Addiert man diese Kosten zusammen, so liegt der günstigste m2 Preis für eine Bankirai Terrasse bei CHF 65-70. Bei stärkeren Bankiraidielen, wie sie bei regelmässiger und starker Benutzung zu empfehlen sind, kann sich der Preis je m2 leicht verdoppeln.

 

Die richtige Unterkonstruktion einer Bankirai Terrasse

Die Dielen aus Bankirai-Holz werden nicht direkt auf dem Boden verlegt, sondern auf einer Unterkonstruktion. Diese dient mehreren Aspekten. Zum Einen verleiht die Unterkonstruktion einer Bankirai Terrasse die notwendige Stabilität. Zum Anderen werden die Dielen aus Tropenholz vor direkter Bodenfeuchtigkeit geschützt.

Soll die Terrasse direkt im Garten gebaut werden, wird der Untergrund zunächst mit Wurzelvlies bedeckt. Hierdurch wird vermieden, dass sich Unkraut unter der Konstruktion bildet. Das Wurzelvlies wird im nächsten Arbeitsschritt beim Bau einer Bankirai Terrasse mit Steinplatten belegt. Ideal und preiswert sind hierzu Gehwegplatten, wie man Sie im Baumarkt sowie im Steinhandel erhält. Auf diesem stabilen Untergrund werden nun Traghölzer verlegt. Diese nehmen später die Bankirai Holzdielen auf. Die Stärke der Terrassendielen bestimmt dabei den Abstand der Traghölzer. Für das richtige Mass multipliziert man die Stärke der Terrassendielen mit dem Faktor 20. Bei Bankiraidielen mit einer Stärke von 25 mm beträgt der ideale Abstand der Traghölzer entsprechend 50 cm. Sind die Holzdielen 35 mm stark, so können die Traghölzer im Abstand von 70 cm auf den Gehwegplatten verlegt werden.

Wenn die Bankirai Terrasse direkt auf einem festen Untergrund gebaut werden soll, kann auf das Wurzelvlies und die Steinplatten verzichtet werden. Die Traghölzer werden dann direkt auf dem vorhandenen Beton- oder Steinboden verlegt.
Tipp: Ist der Untergrund uneben oder leicht abschüssig, so lassen sich Höhenunterschiede durch Holzstücke, Kunststoffscheiben oder Abschnitte aus Dachpappe regulieren.

 

Das Verlegen der Bankiraidielen auf der Terrasse

 

Bankirai Terrasse ölen

Das edle Tropenholz Bankirai zählt zu den Hölzern mit der höchsten Widerstandskraft. Neben der Färbung und Musterung von Bankirai ist dies ein wesentliches Argument für einen Terrassenboden aus diesem Holz. Im Laufe der Jahre verändern Witterung und Sonneneinstrahlung jedoch die natürliche Farbe und Struktur der Holzdielen. Direkte Sonneneinstrahlung führt dazu, dass die Bankiraidielen ergrauen. Schutz vor diesen Veränderungen bietet die Behandlung mit Öl. Hierbei werden die Holzlamellen geschützt und erfreuen ihre Besitzer für viele Jahre.

Im Handel ist spezielles Öl für Bankiraiholz erhältlich. Zwar lassen sich auch andere Öle für die Pflege und Konservierung des hölzernen Terrassenbodens verwenden, jedoch ist bei diesen Produkten die Färbung auf die natürliche Farbe von Bankiraiholz abgestimmt. Durch das erstmalige Ölen der Bankirai Terrasse werden Risse durch Austrocknen vermieden, zugleich wird das Holz stark wasserabweisend. Auch stehende Regenpfützen und Schnee führen so nicht zur Feuchtigkeitsaufnahme durch das Tropenholz. Zugleich schützt das Öl vor dem unerwünschten Vergrauen durch Sonneneinstrahlung.

Im Anschluss an das Ölen der Bankirai Hölzer auf der Terrasse sollte man diese für mindestens einen Tag nicht betreten. So kann das Öl gleichmässig und ohne Druck in das Holz einziehen und somit optimal seine Wirkung entfalten.

 

 

Reinigung und Pflege der Terrassendielen

 

Bankirai Terrasse kärchern

 

In Anlehnung an den Hersteller der Hochdruckreinigungsgeräte mit ihrer unverwechselbaren gelb/schwarzen Färbung, das deutsche Unternehmen Kärcher, hat sich der Begriff des “kärcherns” synonym für die Hochdruckreinigung etabliert. Bei dieser Reinigungsmethode wird Wasser unter hohem Druck auf die Bankiraidielen gesprüht, um diese von Verschmutzungen zu befreien. Dabei werden auch hartnäckige Verschmutzungen entfernt und eine manuelle Nacharbeit ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Gutes Bankiraiholz ohne tiefe Risse kann zu Beginn der Terrassensaison mit einem Hochdruckreiniger gekärchert werden. Anschließend sollte das Holz für mindestens einen Tag austrocknen, bevor es mit Öl neu imprägniert und vor der Witterung geschützt wird. Nach einem weiteren Tag kann der Terrassenboden wieder betreten und genutzt werden.

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